| Datum | Titel der Veranstaltung |
|---|---|
| 20.05. | "Unterwegs"-Gottesdi... |
| 22.05. | Bibelgesprächskreis |
| 23.05. | Schritt für Schritt.... |
| 24.05. | Ökumenischer Seniore... |
| 24.05. | Die Bibel mit den Au... |
| Uhrzeit | Ort |
|---|---|
| Sonntag, 20.05.: | |
| 09:30 | Johanneskirche |
| 09:30 | Paulusgemeindehaus |
| 10:45 | Martinskirche |
| 11:00 | Jugendgelände Patton... |
| 18:00 | Diakonieladen |
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Kornwestheim. Sich eine Auszeit nehmen oder zum Arzt gehen: Mütter können für diese Zeit ihr Kind in der Kornwestheimer Spielstube betreuen lassen. Zum Jahresbeginn haben die evangelische und die katholische Kirchengemeinde die Trägerschaft übernommen. Von Stefanie Köhler. Es ist Montagmorgen, kurz nach zehn Uhr. Artig sitzen sieben Kinder um den Tisch im Paulusgemeindehaus. Antje Merkle und Katja Haug decken ihn mit orangen, roten und gelben Plastiktellern. Die beiden Frauen sind ausgebildete Grund- und Hauptschullehrerinnen. Einen Vormittag in der Woche kümmern sie sich um die Kleinen. Schmatzend kauen die Mädchen und Jungen ihre Brezeln und belegten Brote. Valentinos Mund ist mit Schokocreme verschmiert.
Der Junge kommt seit über einem Jahr und damit am längsten von allen Kindern in die Spielstube. Vor dem Frühstück spielt er mit den anderen, die Kleinen sitzen zusammen und räumen schließlich die Spielsachen wieder auf. Letzteres klappt nicht immer, sagt Antje Merkle schmunzelnd. Nach dem Frühstück sitzen die Kinder im Kreis. Und bei schönem Wetter gehen sie raus in den Garten, rollen auf den roten Bobby-Cars über den Rasen, tollen auf der Rutsche herum. So vergeht für die Kinder die Zeit zwischen 8.30 und 13.30 Uhr ruck, zuck.
Diese Zeit bedeuten freie Stunden gerade für jene Mütter, die etwa keine Großmutter in greifbarer Nähe haben und ihre Sprösslinge ab 18 Monaten stattdessen in der Spielstube abgeben - für 13 Euro pro Vormittag. „Wenn Mütter eine Auszeit brauchen, zum Arzt gehen oder einkaufen, .sind ihre Kinder gut betreut", sagt Renate Schwaderer, die Geschäftsführerin der kirchlichen Sozialstation. Die Einrichtung war bis zum 31. Dezember 2008 Trägerin der Spielstube. Aus finanziellen Gründen hat sie die evangelische und katholische Kirchengemeinde zum Jahresbeginn übernommen. Die Kosten für die Spielstube werden sich 2009 auf rund 7000 Euro belaufen. Etwas weniger als ein Drittel will der Träger über die Elternbeiträge finanzieren. Die restlichen Kosten wollen sich die Kirchengemeinden mit der Stadt teilen. Bis zu dem Wechsel war die Stube in Kornwestheim montag- und donnerstag vormittags geöffnet. Zudem gab es jeden Mittwoch eine zweite Einrichtung in Pattonville, die schon im Sommer 2008 schloss. Nicht nur wegen Geldmangels können Eltern ihre Kinder inzwischen nur noch montags abgeben. „Seitdem Kindergärten auch Kinder unter zwei Jahren aufnehmen, ist der Bedarf zurückgegangen", sagt Schwaderer.
Auch die Kinder profitieren von der Spielstube. „Ihnen wird der Übergang zum Kindergarten erleichtert", sagt Haug. Die meisten finden sich schnell damit ab, zeitweise ohne ihre Mütter zu sein. „Tränen sind natürlich normal." Nach der einstündigen Eingewöhnungszeit, in der die Mütter noch bleiben, sind diese Tränen aber bald getrocknet. Und die Jungen und Mädchen gewöhnen sich frühzeitig an andere Kinder und gewisse Regeln, wie beispielsweise beim Essen am Tisch sitzen zu bleiben. Mittlerweile haben die Kleinen sogar eine innere Uhr. Gegen zehn beginnen die ersten, nach dem Frühstück zu fragen, sagt Merkle. Weil das nun beendet ist, rennen Valentino, Mona, Maddy und die anderen zu den Stühlen. Es ist Zeit für die Fingerspiele.
INFO: Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Allerdings nimmt die Spielstube maximal zehn Kinder pro Vormittag auf. In den Schulferien ist sie geschlossen.
Evang. Kirchengemeinde